Ulfs Blog

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Writer's Blues

Irgendwie fehlt einem etwas. Da hat man die letzten acht Monate geschuftet wie ein Wilder, um den Abgabetermin einzuhalten (selbst verschuldet natürlich, da ich vorher getrödelt hatte), nebenbei Geld verdient, sich mit Lesern in Foren rumgetrieben ... und jetzt ist auf einmal alles fertig. Fertig geschrieben, fertig überarbeitet, fertig lektoriert und „satzfertig“ abgegeben.

Ich freue mich natürlich, bin erleichtert ... wenn da nicht diese brutale Leere wäre. Hätte ich die gewisse Szene vielleicht doch etwas anders gestalten sollen? Sind die Figuren gut genug gezeichnet? Und dann das nagende Gefühl, da sind bestimmt noch ein paar ungeschickte Formulierungen drin. Schließlich findet man bei der Überarbeitung ja immer was, egal wie oft man drüber geht. Dann sag ich mir, irgendwann muss man Schluss machen, das Kind entlassen. Und jetzt? Eigentlich wollte ich ein paar Tage Urlaub machen. Trau mich nur nicht so richtig. Urlaub ist fremd. Sollte ich mich mit dem neuen Projekt beschäftigen? Aber dazu habe ich noch nicht die innere Ruhe, die letzte Geschichte hält mich noch gefangen. Vielleicht nehm ich mir einfach einen spannenden Krimi und leg mich in die Badewanne.
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