Ulf Schiewe

Autor

Das Kloster Serrabona

In DIE COMTESSA, Im kleinen Kloster Serrabona, hoch in den östlichen Ausläufern der Pyrenäen, sucht Ermengarda mit ihren Gefährten Zuflucht. Ein einsamer Ort, mitten in der Wildnis, und doch finden sie hier Hilfe und menschliche Wärme. So beschrieben im Roman:
"Die Priorei Serrabona, vor etwa siebzig Jahren unter der Regel des Heiligen Augustinus von Hippo gegründet, lag auf halber Hanghöhe in einem Tal von wilder Schönheit, schwer zugänglich und weit abseits jeder menschlichen Behausung. Von solchen Neugründungen gab es einige im Land. Es war das Verlangen, durch Demut, harte Arbeit, aber vor allem durch das Leben in Stille und Einsamkeit dem Schöpfer näherzukommen. Diese kleinen, tapferen Klostergemeinschaften waren beliebt beim Volk. Man bewunderte die frommen Brüder und Schwestern, die so unverzagt der wilden Natur ihren Lebensunterhalt abtrotzten."
Die Priorei stammt aus dem 11. Jahrhundert. Sie war ursprünglich ein Frauenkloster und wurde von einer Priorin geleitet, auch magistra genannt. Aber da das Überleben in der Wildnis die Kräfte der Frauen oft überstieg, besonders das Freilegen von neuen Ackerflächen, das Baumfällen und Ausgraben hartnäckiger Wurzeln, wurde  verfügt, dass auch Mönche dort wohnen durften, obwohl in getrennten Unterkünften. So war eine eigentümliche, gemischte Klostergemeinschaft entstanden, die von der Welt abgeschieden und völlig auf sich gestellt ihr Dasein fristete.

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Auch heute noch liegt es an einem sehr einsamen Ort. Wie man sieht, ein gedrungener romanischer Bau, der auf einem Felsen ruht, der hoch über dem dahinter liegenden Tal thront.

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Dies ist die Galerie, auf der Ermengarda nach ihren Gefährten Ausschau hält. Sie ist viel niedriger, als es auf dem Foto erscheint, und die marmornen Säulenkapitelle enthalten Darstellungen von Greifen und anderen Fabelwesen.

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