The Making of "Land im Sturm"

Man mag sich fragen, wieso ich einen Roman geschrieben habe, der fast ein Jahrtausend deutscher Geschichte zum Inhalt hat, und wie das überhaupt möglich sein soll, tausend Jahre Geschichte in einen Roman zu quetschen, auch wenn der über 900 Seiten hat.

Zunächst, wie kam es überhaupt zu diesem Projekt?


Land im Sturm - Cover



Nach diversen Romanen, die im Hochmittelalter und im Ausland spielen (Lebanon, Frankreich, Italien, Skandinavien), dachte ich, es wäre endlich an der Zeit, eine Geschichte zu schreiben, die in Deutschland spielt. Mein Agent hatte die Idee zu einem umfangreichen Buch, das viele Jahrhunderte behandelt, vielleicht so eine Art Romanchronik. Das gefiel mir nicht wirklich. Das fühlte sich zu sehr nach Geschichtsbuch an.

Trotzdem hat mich die Idee irgendwie nicht losgelassen. Michener und Rutherfurd haben mit Erfolg solche Bücher geschrieben. Ich selbst habe viele von Micheners Werken mit Vergnügen gelesen und dabei eine Menge über die Geschichte gewisser Regionen gelernt. Was ich allerdings bei diesen Büchern als großen Nachteil empfinde, man kommt den vielen Figuren einfach nicht nahe. Zu viele Generationen, zu viele Einzelschicksale. So historisch interessant das auch ist, die Figuren darin bleiben im Ganzen farblos, da zu wenig Zeit auf den Einzelnen verwandt wird. Das wollte ich vermeiden, daher war für mich klar: ein Aneinanderreihen von hundert Schicksalen sollte es nicht geben, auch kein Versuch, die gesamte deutsche Geschichte darzustellen. Wenn überhaupt, dann würde ich mich auf einige wenige bedeutsame Ereignisse beschränken.

Welche Episoden wählt man aus? Im Prinzip gibt es so viele wichtige Ereignisse, dass die Auswahl immer arbiträr und nur eine persönliche sein kann. Ein anderer Autor hätte sicher anders gewählt. Für mich war Ottos I. Sieg über die Ungarn Voraussetzung für ein Deutsches Kaiserreich. Die Gründung Lübecks und der Weg nach Osten führten zur Hanse und dem Aufstieg des Bürgertums. Den Dreißigjährigen Krieg kann man wirklich nicht auslassen und die Befreiungskriege gegen Napoleon führten zum Aufstieg und zur Hegemonie Preußens. Schließlich, was wären wir heute ohne die rasante industrielle Entwicklung und die Revolution von 1848.

Ein weiterer Entschluss war, nicht über Fürsten und Könige zu schreiben, sondern über eine einzige Familie, die die Jahrhunderte durchlebt, Menschen wie du und ich im Sog der jeweiligen Ereignisse ihrer Epoche, die ihre eigenen Sorgen und Schicksale haben, dabei aber den Konflikten ihrer Zeit nicht entgehen können und auf unterschiedlichste Weise darin verwickelt werden, mal leiden sie darunter, mal profitieren sie, mal reißt es sie auseinander, mal finden sie sich in Liebe. Immer aber werden sie auf die Probe gestellt, geraten in Gefahr, müssen überleben und treffen Entscheidungen, die auch ihre späteren Nachkommen berühren. Es beginnt im Jahre 955 mit Arnulf dem welschen Schmied aus dem Inntal und endet 1848 mit den aufstrebenden Schmitt-Werken in Berlin.

Kampf den Fliegen

Fliege2

Wir leben seit einiger Zeit auf dem Land. Nicht wirklich auf dem Land, aber in einem größeren Dorf. Wir haben einen Garten und nicht weit von uns blühende Wiesen und Felder. Dazu einen wunderschönen See. Und natürlich einige Bauernhöfe. Alles sehr idyllisch. Aber die Lage hat auch ihre Tücken. Gerade erst hat meine Frau ihre Gräserallergie überwunden - die Pollen fliegen wohl nicht mehr - da tritt eine neue Plage auf den Plan: Fliegen.
Eigentlich sind es nur ein paar kleine Flieglein, die sich zu uns verirren. Im Grunde nicht der Rede wert, denke ich. Aber meine Frau hasst die verdammten Dinger. Sie ist in Brasilien aufgewachsen und für sie sind Fliegen dreckige Biester, die wer weiß wo ihre kleinen Rüssel hingesteckt haben und deshalb Krankheiten ohne Ende übertragen. Sie jagt jede Fliege, die sich zu uns her wagt, mit Energie und Inbrunst. Und sie ist richtig gut im Erschlagen der kleinen Biester, das muss man ihr lassen.
Mir dagegen, wenn ich ehrlich bin, geht das Ganze auf die Nerven - nicht die Fliegen, sondern die ganze Aufregung, die Jagd durch die Zimmer, das Klatschen mit dem Handtuch, die möglichen Flecken auf den Wänden. Also suche ich nach anderen Lösungen und stöbere im Internet. Was tut man nicht alles für sein geliebtes Weib?
Die alten klebrigen Streifen, die meine Oma von der Decke hängen hatte, die will ich auf keinen Fall. Lieber etwas Modernes, Technologisches. Aber schwer zu finden. Gift und Chemie sind mir unangenehm, andere Geräte stinken laut Angabe der Kunden. Endlich glaube ich, ein passendes Gerät gefunden zu haben. Jemand schwärmt bei Amazon dafür. Also bestelle ich es. Man steckt es in die Steckdose, es strahlt etwas UV-Licht aus, das angeblich die Fliegen anlockt. Ein kleiner Ventilator saugt das Insekt ins Innere, wo es nicht mehr rauskann. Das heißt, wenn es die Passage durch den Ventilator überlebt hat. Gelegentlich leert man die kleine Schublade darunter - perfekt.
Leider funktioniert es nicht. Der Ventilator brummt so laut, dass es nervt, die Fliege sitzt 80 Zentimeter daneben und fühlt sich überhaupt nicht angelockt. Eher von der winzigen Marmeladenspur auf dem Küchenbrett. Fehlschlag auf der ganzen Line.
Meine Frau lacht mich aus und jagt wieder Fliegen mit dem Handtuch. Und ich frage mich, wozu die ganze verdammte Technik, wenn wir immer noch vor Fliegen kapitulieren müssen.

Ende der Vernunft?


CSU Führung


Seit einiger Zeit hat man das Gefühl, die Welt ist verrückt geworden. In England versuchen die Tories gegen jede wirtschaftliche oder politische Logik den Brexit durchzusetzen und ihrem Land auf Jahre zu schaden. In den USA macht Donald Trump mit seinen irren Entscheidungen alles kaputt, wofür die Amerikaner jemals in der Welt eingetreten sind. Er brüskiert Verbündete, bricht Handelskriege vom Zaun und hofiert verbrecherische Diktatoren, sperrt nun auch noch Kinder von Migranten ein. Auch in Italien herrschen seit Kurzem die Rechtsradikalen.

Und jetzt geht es auch in Deutschland los. Besser gesagt in Bayern. Die CSU ist mal wieder verrückt geworden. Was zum Teufel soll dieses Hofieren von Putin und Orban und nun auch noch Kurz? Auch so ein Kerl, der seine Seele dem Teufel verkauft hat. Und das Aufhängen von Kreuzen? Sie brechen einen Streit vom Zaun, bei dem sie Gefahr laufen, die Koalition zu zerbrechen und wegen ihrer kleinen Regionalwahl ganz Deutschland in eine Krise zu stürzen. Vielleicht sogar Europa.

Man könnte es wohlmeinend eine Dummheit nennen. Aber Seehofer, Söder und Dobrindt sind nicht dumm. Dafür aber verantwortungs- und rücksichtslos. Geradezu zynisch. Sie schüren Ängste über Probleme, die längst keine mehr sind. Der Flüchtlingsstrom ist zurückgegangen, Grenzprüfungen können überhaupt nur an zwei Stellen durchgeführt werden, auch die Kriminalität ist rückläufig. Dies ist ein Streit über nichts - ein "nothing burger", wie die Amerikaner sagen. Trump macht das Gleiche. Die Einwanderung der Mexikaner ist längst rückläufig, sogar negativ, die Kriminalität war noch nie so niedrig - aber Trump lügt und erzählt das Gegenteil, verbreitet wahre Hetzkampagnen über Horden von Kriminellen, die über die Grenze kommen.

Anscheinend hat die CSU von ihm gelernt. Vernunft Adé! Es werden Ängste geschürt, Lügen verbreitet, an niedere Gefühle appelliert - alles, um der AfD ein paar Stimmen abzujagen. Ich muss sagen, ich lebe gern in Bayern, aber ich wünsche diesen Herren im Oktober eine krachende Niederlage!

Was soll man als Autor mit der Facebook-Fanseite machen?

Unter Autorenkollegen hat die Inkrafttretung der neuen Datenschutzverordnung für Unruhe gesorgt. Was man denn nun genau tun müsse, um konform zu sein. Und jetzt dazu auch noch das EUGH-Urteil, die Betreiber von Facebook-Fanseiten seien für den Datenschutz auf diesen Seiten mitverantwortlich. Das hat viele aufgeschreckt und dazu bewogen, ihre Seite abzustellen oder vorerst nicht mehr sichtbar zu machen. Ich halte das für übertriebene Panik und unnötig. Niemand weiß oder kann uns zunächst sagen, was zu tun ist, um die Seite regelkonform zu machen. Und was Facebook mit den zwangsläufig anfallenden Daten tut, darüber haben wir keinen Einfluss. Und dass ich meine Seite lösche, kann ja wohl nicht das Ziel des Gesetzgebers sein. Also betreibe ich sie weiter wie bisher nur mit dem Hinweis, dass ich irgendwelche Nutzerdaten nicht an Dritte weitergebe und darüber hinaus annehme, dass Besucher selbst FB-Nutzer sind und mit den Datenschutzbestimmungen der FB-Plattform einverstanden sind, denen natürlich auch meine Seite unterliegt. Sobald klar wird, was von uns Seitenbetreibern genau verlangt wird, werde ich mich dem natürlich anpassen. Bis dahin … erstmal abwarten.

Hier ein guter Artikel zum Thema: Analyse zum EUGH-Urteil

Merkel-müde

Es sieht so aus, als ob Angela Merkel nicht mehr so begeistert ihr Amt ausübt wie früher. Ist sie amtsmüde?

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Aber vor allem bin ich Merkel-müde. Von weiteren 3 ½ langen Jahren einer Merkel-Regierung. Ich weiß gar nicht, warum die Leute immer so begeistert von ihr waren. Sie hat ziemlich oft die falschen Entscheidungen getroffen, Dinge einfach ausgesessen und nie eine Vision für das Land angeboten. Man weiß eigentlich gar nicht, wofür sie steht. Außer dass sie stramm zur deutschen Industrie steht. Die dürfen alles machen und die Luft mit Dieselabgasen verpesten - Merkel kümmert's nicht.
Wenn man die Merkel-Jahre betrachtet, hat sie immer den Lobbyisten nachgegeben. Den Banken, die Griechenland ausgeplündert haben. Die sogenannte Austeritätspolitik, die andere Länder in der EU in die Knie gezwungen hat - zuletzt Italien. Sie hat mit Schuld daran, dass die Italiener aus Protest die Rechtsradikalen wählen. Macron entwirft einen Plan für Europa - sie hat Angst, ihre konservativen Anhänger könnten das nicht mögen. Sie wollte die Klima-Queen sein, aber alles wurde verschleppt. Wir ersticken in Plastikbergen - sie tut nichts dagegen - könnte ja die Lebensmittelindustrie ärgern. Auch gegen die katastrophale Tierhaltung wird nichts getan - den Bauernverbänden würde das nicht gefallen. Die Digitalisierung ist nur ein Schlagwort - passieren tut auch hier nichts. Den Reichen darf man keine Erbschaftssteuer abverlangen. Die Mieten explodieren - trotzdem wenig Geld für Sozialwohnungen. Deutschlands Infrastruktur verkommt - Angela hält an der Schwarzen Null fest.
Man könnte diese Liste endlos weiterführen. Nichts geschieht in diesem Land. Nichts, um die größeren Probleme zu bewältigen. Es ist ein elender Stillstand. Ich muss sagen, ich bin dieser Frau so überdrüssig und so müde, wie sie selbst auf diesem Bild in die Welt schaut.

Sommer am See

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Sommer, Sonne, Baden, Radeln. Jetzt ist wieder die schönste Zeit des Jahres da. Ich versuche, mich ab und zu vom PC wegzureißen, um die Zeit zu genießen. Besonders hier, am Starnberger See, sind wir besonders privilegiert. Es ist im Grunde ein Ferienparadies, wo wir wohnen. Gestern haben wir eine längere Radtour unternommen, sind im See geschwommen, haben die Segelboote beobachtet, die mal wieder in großer Zahl auf dem Wasser waren, und nachher Eis geschleckt.

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Webseite im neuen Gewand

Es wurde mal wieder Zeit, meinen Blog zu überarbeiten. Dies ist die erste Version. Sicher kann die Seite noch etwas Fine Tuning vertragen. Ob ich die alten Blog-Einträge retten kann, ist nicht sicher, aber ich werde es versuchen.

Nein, die alten Einträge sind weg. Leider. Sad